Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #184

How Much Fiscal Backing Must the ECB Have? – The Euro Area is not the Philippines

von Ansgar Belke

University of Duisburg-Essen, 04/2010, 17 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-206-4

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Zusammenfassung

Die EZB hat seit dem Beginn der Krise immer größere Mengen an toxischen Wertpapieren als Sicherheiten akzeptiert, womit sie sich einem ernsten Kreditrisiko (d.h. Ausfallrisiko) des privaten Sektors auf ihre besicherten Darlehen und ihre Repo-Geschäfte ausgesetzt hat. Aufgrund dessen argumentieren einige Beobachter, dass die EZB ein „fiskalisches back-up“ benötigt um eventuelle Verluste abzudecken und somit weiter im Stande ist, die Wahrung der Preisstabilität zu verfolgen. In diesem Überblick wird argumentiert, dass für die EZB eine fiskalische Rückendeckung aus den drei folgenden Gründen nicht notwendig ist. Erstens ist das Risiko, das die EZB in ihren Bilanzen hält im Vergleich zur Fed oder BoE gering, da sie weder vermehrt in quasi-fiskalische Aktionen engagiert war noch kaufte sie während der Finanzkrise Bonds in großem Maße direkt auf. Zweitens schafft die EZB durch ihre spezifischen Buchführungsgrundsätze von Repo-Geschäften mehr Klarheit und eine Früherkennung von Verlusten. Drittens kann die EZB beachtliche Reserven der nationalen Zentralbanken des Euroraums in Anspruch nehmen.

JEL-Classification: G32, E42, E51, E58,

Keywords: Central bank independence, central bank capital, counterparty risk, repurchase agreements, collateral, fi scal backing, liquidity, haircuts

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