Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #832

WTA-WTP Disparity: The Role of Perceived Realism of the Valuation Setting

von Manuel Frondel, Stephan Sommer und Lukas Tomberg

RGS, RUB, RWI, 12/2019, 24 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-965-0 DOI: 10.4419/86788965

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Zusammenfassung

Basierend auf einer Befragung von über 5.000 deutschen Haushalten und einem Single-Binary-Choice-Experiment, bei dem die Befragten zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, ermittelt dieses Papier die Zahlungsbereitschaft (WTP: Willingness-to-pay) für Stromversorgungssicherheit sowie die Bereitschaft, Entschädigungen für eine geringere Stromversorgungssicherheit zu akzeptieren (WTA: Willingness-to-accept). In Übereinstimmung mit zahlreichen empirischen Studien stellen wir fest, dass die mittlere Entschädigung, zu der die Befragten bereit sind, Stromausfälle zu akzeptieren, die mittlere Zahlungsbereitschaft zur Verhinderung von Stromausfällen deutlich übersteigt, in unserem empirischen Beispiel um den Faktor 3,56. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Werten sinkt jedoch auf 2,35 für Befragte, die das hypothetische Bewertungsszenario für realistisch halten. Umgekehrt steigt dieses Verhältnis auf 3,81 für Befragte, die das Szenario für unrealistisch halten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse kommen wir zu dem Schluss, dass die Erhebung der Wahrnehmung der Befragten hinsichtlich der Realitätsnähe des Bewertungsszenarios ein einfach zu implementierendes und vielversprechendes Umfrageelement ist, um übermäßige Unterschiede zwischen WTA und WTP zu reduzieren, insbesondere wenn private oder quasi-öffentliche Güter betrachtet werden.

JEL-Classification: D12, H41, Q41

Keywords: Willingness-to-pay; willingness-to-accept; stated preferences

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