RWI in den Medien

Junge Klima-Aktivisten tragen Protest ins Revier

Erster großer „Fridays-for-Future“-Kongress in Dortmund

Westdeutsche Allgemeine WAZ Essen-Rüttenscheid vom 01.08.2019

Hunderte Klima-Aktivisten sind am Mittwoch aus ganz Deutschland zu einem Kongress der Fridays-for- Future-Bewegung nach Dortmund gereist. Zu dem Treffen werden bis Sonntag mehr als 1400 Schüler und Studenten erwartet.

Der erste Kongress dieser Art und Größenordnung soll der noch besseren Vernetzung und Stärkung der Bewegung dienen. Auch der künftige Kurs wird beraten.

Bei Podiumsgesprächen und in Arbeitsgruppen ab Donnerstag wollen sich die Teilnehmer mit ihren Forderungen sowie den Zusammenhängen des Klimawandels befassen. Als Vortragende und Referenten werden unter anderem der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt, zahlreiche erfahrene Aktivisten anderer Organisationen oder Verbände, Gewerkschafter und Wissenschaftler erwartet.

Die Bewegung geht auf die inzwischen 16-Jährige Schwedin Greta Thunberg zurück, die vor knapp einem Jahr zum ersten Mal in den Klimastreik trat. Monate später hatte sie europaweit Nachahmer gefunden, die eine klimaschonende Politik fordern. Auch in Deutschland schwänzen seit Dezember regelmäßig freitags Schüler den Unterricht, um an Demonstrationen teilzunehmen. Erst Hunderte, dann Tausende, vereinzelt Zehntausende Schüler gingen bundesweit auf die Straße. Im Kern fordern die Klima-Aktivisten die Politik auf, die Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens umzusetzen und das Notwendige dafür zu tun, den globalen Temperaturanstieg auf die vereinbarten 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Dazu verlangen sie unter anderem einen früheren Kohleausstieg und einen Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Bewegung hat die Klimawandel- Debatte neu entfacht. „Dominierte zugunsten der AfD zuvor das Flüchtlingsthema viele Debatten, wird nun in einer breiten Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Klimawandels diskutiert“, so der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance. Zuletzt hatten politisch vor allem die Grünen von der neuen politischen Debatte profitiert.

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