RWI in den Medien

CO2-Abgabe

DER TAGESSPIEGEL vom 09.06.2019

SPD und Grüne sprechen sich dafür aus, eine nationale CO2-Steuer oder Abgabe im Verkehrs- und Wärmebereich einzuführen. Die Idee dahinter ist simpel: Wer CO2 produziert, soll im Rahmen dieser Steuer auch dafür bezahlen - und zwar nach einem festgelegten Preis je Tonne erzeugtem Kohlenstoffdioxid. Die CO2-Steuer würde sowohl für Privatpersonen, kleine Gewerbetreibende und große Industrieunternehmen gelten. Es würde dann einen allgemein gültigen CO2-Preis auf Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl geben.

Wichtig ist beiden Parteien, dass die CO2-Steuer in eine grundsätzliche Reform des Energiesteuersystems integriert wird, also etwa gleichzeitig die Stromsteuer gesenkt wird.

Die große Frage ist, wie hoch eine solche Steuer sein müsste, um Wirkung zu entfalten. Sie soll schließlich bezwecken, dass der Verbraucher zu einer klimafreundlicheren Alternative wechseln kann.

Der Verein CO2-Abgabe schlägt die Einführung einer nationalen CO2-Steuer vor, die Einstiegshöhe läge bei 40 Euro pro Tonne. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will sich noch nicht auf einen Preis festlegen, verweist aber auf den Vorschlag des Chefs der Wirtschaftsweisen Christoph M. Schmidt, der als Einstiegspreis 20 Euro nennt. Wichtig ist Klimaexperten auch, dass der Preis über die Jahre ansteigt.

Das Umweltbundesamt hat dagegen berechnet, dass eine Tonne CO2 sogar 180 Euro kosten müsste, um die Schäden, die durch Treibhausgase entstehen, ausgleichen zu können. Diesen Preis fordern unter anderem auch die Anhänger der „Fridays for Future“-Bewegung.

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