RWI in den Medien

Umwelt-Experte fordert hohe CO2-Steuer auf Benzin und Diesel

Die Kosten für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) etwa im Verkehr oder von Heizungen müssten nach Ansicht eines Energiewende-Lobbyisten bei mindestens 50 Euro pro Tonne liegen. Autofahren müsse deutlich teurer werden.

Focus online vom 23.04.2019

Die neue CO2-Steuer, im offiziellen Sprachgebrauch der Bundesregierung "CO2-Preis" genannt, dürfte deutlich höher ausfallen als bisher bekannt. Ziel der Steuer ist unter anderem, Fahrer von Benzin- und Dieselautos zur Finanzierung der Elektromobilität heranzuziehen. „Ein CO2-Preis von 20 bis 25 Euro bringt gar nichts“, sagte der Direktor der "Agora Energiewende" und frühere Referatsleiter für Klimapolitik im Bundesumweltministerium, Patrick Graichen, der Deutschen Presse-Agentur. „Beim Sprit sind das die täglichen Schwankungen an der Tankstelle, das geht also im Rauschen unter.“ Mindestens 50 Euro pro Tonne müssten es schon sein, damit es den Klimaschutz voranbringe. „Darunter brauchen wir nicht anzufangen.“ Die "Agora Energiewende" ist eine Lobbyorganisation mit großem Einfluss auf die Bundesregierung, die auch in der Kohlekommission vertreten war.

Sprit soll deutlich teurer werden

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) macht sich seit einigen Monaten für eine umfassendere CO2-Besteuerung stark, die es bisher in der EU nur für die Energiewirtschaft und Teile der Industrie über einen Emissionshandel gibt. Ziel ist, als "Klima-freundlich" geltende Technologien zu fördern und Menschen zum Einsparen von fossilen Brennstoffen wie Diesel und Benzin oder Heizöl zu bringen. In einem „Spiegel“-Interview hatte Schulze sich zwar nicht auf eine Höhe festgelegt, zitierte aber den Chef der Wirtschaftsweisen, der "als Einstieg" 20 Euro pro Tonne vorschlägt.

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