RWI in den Medien

Elsa-Team stärkt Klimaschutz

Schüler stellen im Bundeswirtschaftsministerium Nachhaltigkeits-Index vor. Das Ziel: mehr Bio-Fleisch in den Supermarktregalen.

Westdeutsche Allgemeine WAZ Oberhausen vom 13.03.2019

„Fridays for Future“ – die Schülerdemonstrationen an den Freitagen der letzten Monate sind zum globalen Markenzeichen des Protestes gegen den Klimawandel geworden. Wie Klimaschutz wissenschaftlich untermauert werden kann, zeigte jetzt eine Delegation des Elsa-Brändström-Gymnasiums in der Hauptstadt Berlin.

Auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nahm eine Schülergruppe der Qualifizierungsphase 1 (Q 1) des „Elsas“ an einem Workshop zum Thema „Nachhaltigkeitsindex“ teil.

Für einen solchen Index werden etwa Unternehmen nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt; vor allem, um die Firmen zu einem ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigem Produzieren zu animieren.

Doch wie notwendig und zweckmäßig ist so ein Maßstab? Was kann man damit wirklich erreichen? Die Schülerinnen und Schüler hatten in der Hauptstadt die Gelegenheit, das von ihnen entwickelte NTS-System („NudgesTaxes- Subventions“: übersetzt etwa: Anstöße durch Steuern und Subventionen) für eine nachhaltige Landwirtschaft als Beitrag zu den Klimazielen vorzustellen. „Der Verlauf des UN-Klimagipfel, der im Dezember 2018 im polnischen Kattowitz stattfand, und die Sorgen vieler Jugendlicher zum Klimawandel haben unsere Schüler bestärkt, Lösungen zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen in der Landwirtschaft zu suchen“, berichtet Lehrer Thomas Teichert. Dabei geht es zum Beispiel um die Förderung eines nachhaltigen Fleischkonsums. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten in Zusammenarbeit mit dem RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (Essen) und dem Wissenschaftler Lukas Tomberg das besagte NTS-System, um auf dem Weg der Besteuerung des Kohlendioxid-Ausstoßes die Produktion von gesünderem, biologisch nachhaltig produziertem Fleisch zu fördern und für den Konsumenten preiswerter zu machen.

Transparenz für die Kunden

Über eine entsprechende Kennzeichnung von Fleischprodukten in den Supermärkten soll eine möglichst große Transparenz für die Kunden in Sachen Klimaschutz hergestellt werden; so könnte es zum Beispiel Restaurants ermöglicht werden, für die Herkunft des angebotenen Fleischs auf der Speisekarte gezielt zu werben.

Die Schülerinnen und Schüler aus Oberhausen sind nun gespannt darauf, ob die von den fachkundigen Zuhörern im Bundeswirtschaftsministerium mit großem Beifall gewürdigte Präsentation auf weiteres Interesse stößt.

Wer weiß, vielleicht folgt ja bald noch eine weitere Einladung an die Spree in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Hoch