RWI in den Medien

Studie: Hohe Strompreise treffen Arme

Gutverdiener leisten sich sparsamere Geräte

WAZ vom 01.02.2019

Strompreiserhöhungen, wie sie im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg diskutiert werden, treffen vor allem Geringverdiener und Mieter hart. Eine Studie des RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, die unserer Redaktion vorliegt, zeigt, dass Haushalte mit geringem Einkommen und Mieter ihren Stromkonsum kaum an steigende Preise anpassen können. Höhere Strompreise wirken sich bei ihnen damit voll aus.

Bei Haushalten mit hohem Einkommen sowie bei Hausbesitzern führen höhere Strompreise dagegen zu einem signifikant niedrigeren Verbrauch, berichten die RWI-Forscher. Diese Haushalte haben die finanziellen Möglichkeiten und Anreize, sparsamere Geräte zu nutzen und in Energieeffizienz zu investieren – beispielsweise über Umbaumaßnahmen an Häusern oder Wohnungen oder mithilfe sparsamerer neuer Haushaltsgeräte.

Ähnliche Unterschiede lassen sich auch zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern feststellen: Während unter Akademikern ein Anstieg des Strompreises zu einem signifikant niedrigeren Verbrauch führt, ist dieser Effekt bei Nicht-Akademikern nicht festzustellen. Die Studie basiert auf Daten des „German Residential Energy Consumption Survey“ für die Jahre 2006 bis 2014.

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