RWI in den Medien

Energiewende belastet Einkommensschwache

Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI

NRZ Neue Ruhr Zeitung Essen-Rüttenscheid vom 04.01.2019

An Rhein und Ruhr. Die Energiewende belastet einkommensschwache Haushalte überproportional. Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Studie des Essener Wirtschaftsforschungsinstituts RWI hervor.

Demnach mussten beispielsweise armutsgefährdete Rentner im Jahr 2016 rund 50 Prozent mehr von ihren Altersbezügen für Strom ausgeben als zehn Jahre zuvor. Ein als armutsgefährdet definierter Dreipersonenhaushalt mit einem Einkommen von 1919 Euro im Jahr 2016 musste demnach fast fünf Prozent dieses Einkommens für Strom aufwenden; ein wohlhabender Haushalt mit 6396 Euro dagegen nur rund 1,5 Prozent.

Die Forscher führen das auf die gestiegene sogenannte EEG-Umlage zurück, über die der Ausbau der Erneuerbaren Energie gefördert wird. Diese habe sich seit 2009 mehr als verfünffacht, was den Strom teurer mache. Die Entwicklung werde sich fortsetzen, prognostizieren die Forscher: „Auch in Zukunft sind weiter steigende Strompreise und somit eine weitere Zunahme der Stromkostenbelastung zu erwarten.“ So sei wegen des geplanten Ausbaus der Stromnetze ein Anstieg der Netzentgelte zu erwarten

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