Leibniz Science Campus Ruhr

Forschungsbereich

Sicherstellung der ambulanten Versorgung in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte

Verschiedene Betreuungsmodelle wurden als Reaktion auf die drohende Unterversorgung der ambulanten medizinischen Versorgung in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte (ALPD) diskutiert; zum Beispiel vorübergehende Praxen, die verstärkte Nutzung von Telemedizin und nicht-ärztlichen Personaldienstleistungen oder Taxidienste für Patienten, um regional zentralisierte Praxen zugänglich zu machen.

Es gibt jedoch Unterschiede in dem Ausmaß, in dem diese Betreuungsmodelle den Bedürfnissen und Präferenzen der Bevölkerung gerecht werden können. Dieses Projekt konzentriert sich auf den Abgleich der Merkmale der verschiedenen Modelle für ALPD mit den Präferenzen in der Bevölkerung. Hierfür wird ein Health Technology Assessment im Hinblick auf die Effektivität und Akzeptanz vorhandener ambulanter Versorgungsmodelle weltweit in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte durchgeführt. Zudem werden zur Abbildung der Nutzerperspektive Bevölkerungspräferenzen im Hinblick auf die Charakteristika ambulanter Versorgungsmodelle mittels des Analytical Hierarchy Process (AHP) ermittelt.   Auf Basis der Erkenntnisse werden  geeignete Strategien für ein ALPD-Setting in Deutschland herausgearbeitet  und Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Strategien zur Anpassung bestehender institutioneller Kontexte und politischer Rahmenbedingungen an die zusätzlichen Bedürfnisse von ALPD geliefert.

Unser oberstes Ziel ist es, Empfehlungen für das deutsche Gesundheitswesen zu entwickeln, indem wir aus der Perspektive der Bevölkerung einen Kriterien-Katalog für angemessene institutionelle Bedingungen zur Verfügung stellen.

Projektleiter: Prof. Dr. Jürgen Wasem

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