Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen

Projekt: Bewertung der lohnpolitischen Empfehlungen der Bundesbank und der EZB - Kurzexpertise

Projektlaufzeit

01/2014 - 05/2014 (abgeschlossen)

Projektfinanzierung

Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm)

Projektteam (RWI)

Prof. Dr. Roland Döhrn (Leitung), Angela Fuest, Dr. Martin Micheli

Zusammenfassung

Äußerungen aus der Bundesbank und aus der EZB haben eine Debatte angestoßen, ob ein höherer Lohnanstieg in Deutschland aufgrund seiner positiven Wirkungen auf die Nachfrage ein geeignetes Instrument sei, die Konjunktur in Deutschland und damit im Euro-Raum anzuregen und so einer Deflation entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie zum einen, inwieweit im Euro-Raum tatsächlich Deflationsgefahr besteht. Zum anderen setzt sie sich mit der Frage auseinander, ob ein kräftigerer Lohnanstieg in Deutschland eine geeignetes Instrument wäre, die Nachfrage im Euro-Raum anzuregen und damit Deflationsrisiken entgegenzuwirken. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie sind: Erstens, die niedrige Inflation im Euro-Raum reflektiert in erster Linie sinkende Weltmarktpreise und in den Krisenländern unterausgelastete Kapazitäten, von einer Deflationsspirale kann aber nicht die Rede sein. Zweitens, Lohnsteigerungen in Deutschland, die nicht mit der Produktivitätsentwicklung im Einklang stehen, haben geringe Auswirkungen auf die Nachfrage im übrigen Euro-Raum, bergen aber große Gefahren für die Beschäftigung in Deutschland.

Links

Ausgewählte projektbezogene Publikationen

RWI Projektberichte

2014

RWI (2014), Bewertung der lohnpolitischen Empfehlungen der Bundesbank und der EZB - Kurzexpertise. RWI Projektberichte download

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