Umwelt und Ressourcen

Projekt: RWI-Benzinpreisspiegel

Kaum ein Thema genießt auf Dauer eine derart hohe Aufmerksamkeit wie die Höhe der Kraftstoffpreise. Neben dem selbstredend als zu hoch empfundenen Preisniveau stehen vor allem die häufigen und starken Preisanpassungen an den Tankstellen in der Kritik. Weil die Preisentwicklung auf dem Kraftstoffmarkt sowohl von Verbrauchern als auch von Politikern als Ergebnis einer missbräuchlichen Ausnutzung von kartellartiger Marktmacht angesehen wird (Beirat BMVBS 2012), beschloss der Gesetzgeber mit dem Markttransparenzgesetz die umfassende staatliche Aufsicht über die Preispolitik der Mineralölkonzerne.

Demgemäß müssen die Betreiber der über 14 000 Tankstellen in Deutschland dem Bundeskartellamt seit dem 1. September 2013 detailliert Auskunft über ihre Preise geben sowie darüber, wann und in welchem Umfang sie die Preise an den Zapfsäulen erhöhen oder senken. Diese Daten, die der staatlichen Markttransparenzstelle für Kraftstoffe gemeldet werden müssen, werden inzwischen 26 Verbraucher-Informationsdiensten in Echtzeit zugänglich gemacht. Als Resultat stehen nunmehr Abermillionen von Preisinformationen für die vergangenen Monate zur Verfügung.

Für den RWI-Benzinpreisspiegel werden die Daten, deren Gewinnung aus einer Zusammenarbeit mit Dr. Alexander Kihm hervorgeht, unregelmäßig ausgewertet.

Bisherige Veröffentlichungen

16. Dezember 2016

RWI-Benzinpreisspiegel: Benzin ist in Großstädten nicht grundsätzlich teurer

Benzin kostet an Tankstellen in Großstädten nicht grundsätzlich mehr als in ländlichen Gebieten. Obwohl es in dicht besiedelten Gegenden mehr Tankstellen gibt, sind die Benzinpreise dort aber auch nicht grundsätzlich billiger. Anders ist es an Autobahnen: Dort sind die Benzinpreise in den Streckenabschnitten am höchsten, wo sich nur wenige Tankstellen befinden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Analyse des FDZ Ruhr am RWI.

12. Mai 2016

Steigende Benzinpreise in den Osterferien trotz fallender Ölpreise

Die Benzinpreise sind in diesem Jahr zwischen Beginn und Ende der Osterferien gestiegen, während die Ölpreise im selben Zeitraum leicht gefallen sind. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle RWI-Benzinpreisspiegel auf Basis von Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Eine Prognose für die Benzinpreisentwicklung über die Pfingstfeiertage lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die Auswertung zeigt zudem erneut, dass die Benzinpreise täglich dem gleichen Muster folgen. Tanken ist demnach gegen 18 Uhr am günstigsten.

11. September 2015

Benzinpreise weichen zu Beginn und Ende der Sommerferien kaum vom üblichen Verlauf ab

Die Benzinpreise der fünf großen Tankstellenbetreiber sind rund um Beginn und Ende der Sommerferien in den einzelnen Bundesländern in diesem Jahr bislang praktisch nicht vom üblichen Verlauf abgewichen. Hinweise auf außergewöhnlich hohe Preise gibt es nicht. Die Auswertung zeigt zudem erneut, dass die Benzinpreise täglich dem gleichen Muster folgen. Tanken ist demnach gegen 18 Uhr am günstigsten.

30. März 2015

Benzin: Im Zeichen sinkender Ölpreise

Der Ölpreis hat sich innerhalb eines halben Jahres nahezu halbiert. Von über 100 US-Dollar pro Barrel Mitte 2014 ist der Preis für Brent im Januar 2015 unter 50 Dollar gefallen. Auch die Kraftstoffpreise sind infolgedessen gesunken, und zwar im gleichen Maße.Zudem folgen die Benzinpreise offenbar einem täglich gleichen Muster: sie sind regelmäßig in den frühen Abendstunden zwischen 17 und 19 Uhr am niedrigsten, ziehen im Laufe der späteren Abendstunden an, erreichen um 23 Uhr ihr Maximum und sinken dann ab 5 Uhr morgens im Tagesverlauf wieder. Zu diesen Ergebnissen kommt der zum zweiten Mal erstellte RWI-Benzinpreisspiegel. Er beruht auf den an das Bundeskartellamt gemeldeten Informationen über Kraftstoffpreise.

29. Juli 2014

Der neue RWI-Benzinpreisspiegel: Wann der Griff zur Zapfpistole teuer wird

Die Kraftstoffpreise sind in der Regel sonn- und feiertags am höchsten und am frühen Abend am günstigsten für den jeweiligen Tag. Spätabends und am frühen Morgen tankt man hingegen zum Tageshöchstpreis. Auch ein Vergleich der Anbieter lohnt: Diesel kostete während des sechswöchigen Untersuchungszeitraums im Frühsommer 2014 beim günstigsten Anbieter im Wochenmittel bis zu 6 Cent pro Liter weniger als beim teuersten Mitbewerber. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle RWI-Analyse auf Basis der an das Bundeskartellamt gemeldeten Informationen über Kraftstoffpreise.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Manuel Frondel

Prof. Dr. Manuel Frondel

Tel.: (0201) 8149-204

Prof. Dr. Colin Vance

Prof. Dr. Colin Vance

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