Migration und Integration

Schwerpunkte

Die Forschungsgruppe „Migration und Integration“ wurde im Jahr 2015 gegründet, um die zunehmende Bedeutung von Migration für die Gesellschaft und für die Wirtschaft tiefergehend untersuchen zu können. Damit wurde einer der Forschungsschwerpunkte des Kompetenzbereichs „Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung“ weiter ausgebaut. Das Ziel der Forschungsgruppe ist, empirische Evidenz zu den Determinanten und Auswirkungen von Migration zu liefern, um daraus neue Erkenntnisse für die Wirtschaftspolitik abzuleiten. Zu den Forschungsschwerpunkten der Gruppe gehören dabei insbesondere Studien zu der ökonomischen und sozialen Integration von Migranten sowie zu den Konsequenzen von Migration für die Herkunftsländer.

Im Rahmen des ersten Forschungsschwerpunkts steht die Bedeutung des ökonomischen, sozialen und kulturellen Hintergrunds der Einwanderer für die Integration bzw. Assimilation im Zielland im Fokus. Dabei wird insbesondere die Heterogenität der Einwanderer hinsichtlich ihrer Arbeitsmarkterfahrung, ihrer Migrationshistorie sowie ihres kulturellen und sprachlichen Hintergrunds berücksichtigt. Diese Faktoren spielen wiederum eine wesentliche Rolle für die ökonomische und soziale Integration der Einwanderer im Zielland.

Neben der Analyse der Integration von Einwanderern werden auch die Determinanten der Migrationsentscheidung sowie der Entscheidung hinsichtlich des Zielorts untersucht. Dies umfasst Studien zu der regionalen Mobilität von Einwanderern in Deutschland sowie zu den Determinanten der Ansiedlungsentscheidung von Einwanderern in die Europäische Union. Hierbei wird insbesondere die Bedeutung von regionalen ökonomischen und demografischen Faktoren sowie von ethnischen Netzwerken untersucht.

Während sich ein Großteil der Migrationsforschung mit dem Verhalten von Einwanderern in den Zielländern beschäftigt, werden in der Forschungsgruppe auch die Folgen von Migration für die Herkunftsländer untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Analyse der Effekte von Rücküberweisungen der Einwanderer für die in den Herkunftsländern verbliebenden Familienmitglieder – sowohl in Bezug auf deren Konsum- und Investitionsentscheidungen als auch auf ihre Gesundheit und Bildung.

Der methodische Fokus der empirischen Analysen liegt im Wesentlichen auf der Auswertung von Mikrodaten auf der individuellen oder auf der Haushaltsebene, die häufig durch regionale Makrodaten des Herkunfts- bzw. Ziellandes ergänzt werden.

Hoch