Gesundheit

Gesundheit

Zielsetzung

Die individuelle Gesundheit bildet eine zentrale Determinante des individuellen Wohlergehens. Zum einen wirkt der Gesundheitszustand direkt auf das Wohlbefinden ein. Zum anderen beeinflusst er stark die Möglichkeiten, auf anderen Märkten, insbesondere dem Arbeitsmarkt, aktiv zu werden. Gesellschaftlich betrachtet stellt das Gesundheitswesen einen der bedeutendsten ökonomischen Bereiche dar, in dem Ressourcen nur sehr eingeschränkt über Märkte, sondern überwiegend durch regulatorische Eingriffe verteilt werden. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kommt einer guten Regulierung und Organisation des Gesundheitswesens enorme gesellschaftliche Bedeutung zu.

Sowohl das individuelle gesundheitsrelevante Verhalten als auch die Organisation des Gesundheitssystems stellen somit wichtige Anwendungsfelder für ökonomische Analysen dar. Die ökonomisch-theoretische Betrachtung beider Felder ist inzwischen weit fortgeschritten und ausdifferenziert. Daher können insbesondere konkrete empirische Untersuchungen wichtige Beiträge zur Gesundheitspolitik leisten.

Hier, im Bereich der empirischen Gesundheitsökonomik, sieht der Kompetenzbereich Gesundheit seine Stärken. Mit dieser Ausrichtung schließt er eine Lücke in der deutschen Forschungslandschaft. Denn zum einen findet anspruchsvolle empirische gesundheitsökonomische Forschung inzwischen ganz überwiegend „zersplittert“ an einzelnen Lehrstühlen statt, während die großen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute – außer dem RWI – wenig Aktivität zeigen. Zum anderen weisen Forschungseinrichtungen im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens oft keine hinreichende ökonomische Kompetenz auf. Der Kompetenzbereich setzt dabei zwei Schwerpunkte: Gesundheitsökonomik (insbesondere die Analyse der Leistungserbringer) sowie Gesundheitspolitik mit besonderer Berücksichtigung des individuellen Verhaltens.

Weitere Informationen

Leiter

Dr. Boris Augurzky

Dr. Boris Augurzky

Tel.: (0201) 8149-203