Forschungsdatenzentrum Ruhr am RWI

Schwerpunkte

Datenzentrum

Das FDZ Ruhr ist ein Datenzentrum, das selbst Befragungen durchführt, Makrodaten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RWI recherchiert, kleinräumige Daten georeferenziert und externen Forscherinnen und Forschern (Mikro-) Daten zur Verfügung stellt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FDZ Ruhr führen eigene Befragungen für verschiedene Forschungsprojekte des RWI durch. Dabei handelt es sich sowohl um Online-Befragungen als auch um die Erfassung und Aufbereitung von Papierfragebögen.

Im Bereich der Makrodaten sammelt das FDZ Ruhr beispielsweise Daten der statistischen Ämter, Eurostat oder der OECD. Diese werden weiter bearbeitet (z.B. Preisindizes, Wachstumsraten) und für die RWI-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitgestellt. Zudem werden Daten auf Anfrage individuell recherchiert und zusammengestellt.

Im FDZ Ruhr werden Daten von externen Anbietern, aus Internetportalen oder von anderen Datengebern georeferenziert, so dass sie anschließend für regionalökonometrische Analysen genutzt werden können. Dadurch können die Daten auch auf Raster-, PLZ- oder größerer Ebene zusammengefasst werden, so dass sie mit weiteren Datensätzen kombiniert werden können.

Im Bereich der Mikrodaten werden Datensätze aus Forschungsprojekten aufbereitet und anonymisiert, so dass sie Forscherinnen und Forschern außerhalb des RWI als Scientific Use File oder als schwach anonymisierter Datensatz zur Verfügung gestellt werden können. Diese Daten werden dann in Datenbeschreibungen dokumentiert.

Das FDZ Ruhr registriert alle extern zugänglichen Datensätze über eine DOI-Nummer, um diese zitierfähig zu machen. Außerdem verfügt das FDZ Ruhr über einen sogenannten Secure Room, in dem bis zu vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schwach anonymisierte Daten bearbeiten können. Zudem gibt es Gastarbeitsplätze im FDZ Ruhr.

Forschungsschwerpunkte

Neben der Arbeit im reinen Datenzentrum wird im FDZ Ruhr auch Eigenforschung betrieben. Es werden freie Forschungsprojekte bearbeitet, die häufig in Kooperation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus anderen Kompetenzbereichen durchgeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Forschung mit regionalökonometrischen Fragestellungen und/oder großen Datensätzen (insbesondere europäische Daten oder Immobiliendaten) sowie neuen ökonometrischen Methoden.

Im Bereich der regionalökonometrischen Forschung wird vor allem der Einfluss der (Wohn-) Nachbarschaft bzw. der Umgebung auf Individuen und Häuserpreise untersucht. Diese Analysen wurden im Projekt Nachbarschaftseffekte begonnen und seitdem weitergeführt. Zudem wird untersucht, inwieweit administrative Grenzen die tatsächliche Verteilung von Merkmalen (bspw. Bevölkerung) wiedergeben und sich benachbarte Regionen beeinflussen.

Große Datensätze erhalten durch bessere Rechnerkapazitäten und der Verfügbarkeit von Internetdaten eine immer größere Bedeutung. Aus diesem Grund werden Methoden zum Umgang mit großen Datensätzen im FDZ Ruhr erforscht, angewandt und weiterentwickelt.

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