Forschungsdatenzentrum Ruhr am RWI
Zielsetzung
Das Forschungsdatenzentrum Ruhr ist eine eigenständige Einrichtung am RWI. Es ist aus dem Kompetenzbereich „Daten“ und der Serviceabteilung „Statistik“ des RWI hervorgegangen.
Im Oktober 2010 wurde beim Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten ein Akkreditierungsantrag eingereicht, und schon im November 2010 hatte der Ständige Ausschuss FDI dem RatSWD empfohlen, das FDZ Ruhr am RWI aufzunehmen. Die Standards, die in den anderen FDZ gelten, waren Leitlinie für den Aufbau des FDZ Ruhr am RWI. Es soll Individual- und Unternehmensdaten sowie Regionaldaten, die das RWI für öffentliche und/oder eigene Forschungsprojekte erhoben oder aufbereitet hat, der wissenschaftlichen Gemeinschaft für ihre Forschungsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Die Aufgaben, die das FDZ Ruhr zu leisten hat, werden durch die Datenzugangsarten bestimmt und sind sehr umfangreich. Diese Tätigkeiten lassen sich in zwei wesentliche Bereiche gliedern:
Eigenforschung
- Entwicklung und Dokumentation methodischer Aspekte der Daten in Online-Publikationen (Methodenreport)
- Entwicklung neuer ökonometrische Ansätze zur Beantwortung konkreter Forschungsfragen
- Erstellung zielführenden Verfahren zur Anonymisierung bestimmter Mikrodatensätze
- Forschung zu Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten vorhandener Mikrodaten
- Veranstaltung von Nutzerkonferenzen
Dienstleistungen
- Klärung von datenschutzrechtlichen Verfahren
- Erstellung und Aktualisierung der Forschungsdaten und Scientific Use Files
- Beratung von potenziellen Nutzern im Hinblick auf Datenauswahl, Datenzugang, Datenhandling, Analysemöglichkeiten, Reichweite und Gültigkeit der Daten
- Betreuung bei Gastaufenthalten und Unterstützung zu den technischen Gegebenheiten des Gastarbeitsplatzes
- Bearbeitung von Anfragen mittels Datenfernverarbeitung. Prüfung und Verarbeitung der von externen Wissenschaftlern eigesandten Fernabfrage
- Dokumentation der Daten mit Hilfe von Online-Publikationen (Datenreport)
- Veranstaltung von Workshops
Zugang
Um unterschiedliche Anonymisierungsgrade zu ermöglichen, werden drei verschiedene Zugangsarten angeboten. Über (i) eine kontrollierte Fernabfrage und (ii) im Rahmen von gastwissenschaftlichen Aufenthalten können schwach anonymisierte Daten für Analysen zur Verfügung gestellt werden. Faktisch anonymisierte Daten sollen künftig (iii) in Form von Scientific-Use-Files als CD versendet werden. Für Gastwissenschaftler ist ein entsprechend gesicherter Raum eingerichtet worden. Alle Zugangsarten setzen einen Antrag des Nutzers voraus. Über die Freigabe zur Nutzung der beantragten Daten entscheidet die Leitung des FDZ nach festgelegten Regeln.
