Querschnittsthema
Demografischer Wandel

Zielsetzung

Der „demografische Wandel“ ist seit dem Jahr 2002 als Querschnittsthema im RWI fest verankert. Seitdem hat sich das Phänomen weder verflüchtigt, noch hat die Wirtschaftspolitik ausreichend reagiert. Im Gegenteil, Öffentlichkeit und Politik lassen das nötige Problembewusstsein deutlich vermissen. Denn es wird nach wie vor nur unzureichend diskutiert, wie die künftige Prosperität der gealterten deutschen Bevölkerung erarbeitet werden soll.

Viele RWI-Forschungsprojekte sprechen direkt oder indirekt den unaufhaltsamen demografischen Wandel an, der sich in Deutschland und anderen entwickelten Volkswirtschaften vollzieht. Die Dokumentation und Projektion der vielfältigen damit verbundenen Phänomene ist oftmals ein zentraler Ausgangspunkt der Analysen. Dabei geht es um mehr als nur die Verschiebung von Anteilen verschiedener Altersgruppen in der Bevölkerung: Das Zusammenspiel der Wirtschaftsakteure spielt sich auf unterschiedlichen Märkten ab, die von der Alterung der Bevölkerung in unterschiedlicher Weise betroffen sind. Zudem verwandeln unterschiedliche Anpassungskanäle auf diesen Märkten den ursprünglich rein demografischen Impuls in einen „effektiven demografischen Wandel“.

Es geht bei den Arbeiten des Instituts daher häufig um eine Analyse dieser Anpassungsprozesse in unterschiedlichsten Bereichen. Es stehen aber auch Fragen des Ausmaßes und der Natur von Innovationen und die Konsequenzen für das gesamtwirtschaftliche Wachstum und die Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte auf der Agenda. Gute Wirtschaftspolitik verbessert schließlich die Möglichkeiten der verschiedenen Akteure, diese Anpassungsfähigkeit stärker auszuprägen. Das RWI arbeitet in diesem Kontext insbesondere zur systematischen Analyse und Bewertung (ex ante wie ex post) einzelner wirtschaftspolitischer Maßnahmen und ihrer Konsequenzen.

Ansprechpartner

Uwe Neumann

Dr. Uwe Neumann

Tel.: (0201) 8149-212

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Der demographische Wandel in Deutschland und NRW
 
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