Bildung

Schwerpunkte

Die Akkumulation von Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten bzw. allgemein von Humankapital stellt eine entscheidende Voraussetzung für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg jedes Einzelnen und der Gesellschaft insgesamt dar. Fragen der Bildungsentscheidung und -politik haben daher hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz.

Die Arbeiten in der Forschungsgruppe „Bildung“ beschäftigen sich zum Einen mit den Determinanten und Erträgen von Bildungsentscheidungen. Hierbei wird untersucht, welche individuellen Merkmale oder strukturellen Faktoren förderlich sind, dass Personen in Bildung investieren und welche für (weitere) Investitionen in Bildung hinderlich sind. Außerdem wird betrachtet, welche monetären und nicht-monetären Veränderungen (Erträge) sich für Personen ergeben, die in Bildung investieren.

Unter anderem beschäftigt sich die Forschungsgruppe hierzu im Rahmen eines durch die DFG geförderten Projekts damit, wie sich das regionale Umfeld in dem eine erwerbstätige Person lebt oder arbeitet darauf auswirkt, dass diese Person an beruflicher Weiterbildung teilnimmt.

Die Arbeiten in der Forschungsgruppe „Bildung“ beschäftigen sich zum anderen mit der systematischen Evaluation von Bildungsreformen und Politikmaßnahmen im Bildungsbereich. Hierbei wird betrachtet, welche Wirkung einzelne Reformen bzw. Maßnahmen auf die davon betroffenen Personen bzw. Teilnehmer/-innen haben. In der Vergangenheit wurde beispielsweise untersucht, welchen Nutzen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Programm „Bildungsprämie“  erzielen, wenn sie an einer geförderten Weiterbildung teilnehmen. Es wurde unter anderem betrachtet, ob sich das Arbeitslosigkeitsrisiko, die ausgeübte Tätigkeit, das Gehalt oder die Zufriedenheit mit der Arbeit verändern.

Für die Durchführung der vor allem empirisch ausgerichteten Arbeit der Forschungsgruppe werden immer wieder eigene Mikrodaten erhoben. So war das RWI beispielsweise an der Erhebung eines longitudinalen "Linked Employer-Employee"-Datensatzes zur Weiterbildung und Erwerbstätigkeit beteiligt (Projekt WeLL) und hat für die Evaluation des Programms „Bildungsprämie“ eine Panelbefragung mit Programmteilnehmern durchgeführt.

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