Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung

Projekt: Lebensstandarddefizite bei Erwerbstätigen („Working Poor“)

Projektlaufzeit

09/2003 - 06/2004 (abgeschlossen)

Projektteam (RWI)

Dr. John P. Haisken-deNew (Leitung), Dr. Bernd Fritzsche

Zusammenfassung

Die Teilhabe am Erwerbsleben ist traditionell das zentrale Element der Sicherung individueller und familiärer Prosperität und der gesellschaftlichen Integration. Daher wäre es zu wünschen, dass ein nennenswertes berufliches Engagement auch heute noch mit einem Einkommen belohnt wird, das eine Teilhabe am allgemeinen Wohlstand ermöglicht. Seit etwa einem Jahrzehnt wird jedoch zunehmend die Frage gestellt, ob die vollständige Einbindung in den Arbeitsmarkt in jedem Fall einen ausreichenden Lebensstandard für die Erwerbstätigen und ihre Familien gewährleistet. Zur Klärung dieser Frage bietet es sich an, unter Zugrundelegung einer „Arbeitsdefinition“ des Armutsbegriffs die Verbreitung der Armut bei Erwerbstätigkeit und ihre Intensität sowohl zeitpunktbezogen als im Zeitablauf zu untersuchen. In Verbindung damit stellt sich die Frage nach den Merkmalen der erwerbstätigen Armutsbevölkerung, nach ihrer sozialen Einbindung bzw. Ausgrenzung und den wirtschafts- und sozialpolitischen Folgerungen. Das Projekt behandelt drei Themenkomplexe: (i) das Ausmaß und die Intensität der Armut bei Erwerbstätigkeit, unter detaillierter Berücksichtigung der Charakteristika der betroffenen Bevölkerung, (ii) die individuellen Verläufe von Armut und eigener Erwerbsbeteiligung bzw. Erwerbsbeteiligung von Mitgliedern des gleichen Haushalts und (iii) die soziale Ausgrenzung in Abhängigkeit von Erwerbsbeteiligung und Armutsstatus.

Ausgewählte projektbezogene Publikationen

RWI Projektberichte

2004

RWI (2004), Lebensstandarddefizite bei Erwerbstätigen („Working Poor“). RWI Projektberichte download

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